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CURLY PUTMAN 20.11.1930 – 30.10.2016

By Muehlena — November 15, 2016

Aus dem tiefsten Süden, aus Princeton, Alabama stammt Curly Putman, der dort am 20. November 1930 geboren wurde.
Viel ist es nicht, was man von ihm weiß. Sein Vater arbeitete in einer Sägemühle und Curly  tat sich auf der Paint Rock Valley High School als Basketball-Spieler hervor und er erlernte die Steelguitar zu spielen. Nach der Highschool und einem nicht lange dauernden College-Besuch, verpflichtete er sich für vier Jahre zur Navy, wo er u.A. auf dem Flugzeugträger USS Valley Forge Diest tat.    Es war die Zeit des  Korea-Kriegs, den Curly zu seinem Glück unbeschadet überstand.

Im Jahr 1956 – nach Ende der Dienstzeit – heiratete er Bernice Soon. Sie war die einzige Frau in seinem Leben und sie überlebte ihn. Aus der Ehe war ein Sohn hervorgegangen und drei Enkelkinder verloren jetzt ihren Großvater.
Curly arbeitete in den späten 50er und frühen 60er Jahren in verschiedenen Jobs.
Zu der Zeit begann er auch schon Songs zu schreiben und zwar für ‚Tree Records‘ Das war 1960, Curly hatte sich bereits seit einiger Zeit als Basketball Coach und Trainer betätigt und Samatags Abends spielte er in örtlichen Clubs, zusammen mit dem Sänger und Gitarristen Slim Lay, der in Huntsville einen Schallplattenladen betrieb, in dem Curly zeitweilig auch beschäftigt war. 1960 war auch das Jahr, in dem er seinen ersten selbst geschriebenen Song „The Prison Song“ auf dem Cherokee Label aufnahm, der ein regionaler Hit wurde. Fast gleichzeitig konnte der Sänger Marion Worth einen Top 10 Hit, mit Putman´s Titel „I Think I Know“ landen. Ein Jahr später stellte der Singer/Songwriter Roger Miller den jungen Musiker/Komponisten dem Präsidenten von Tree Publishing, Buddy Killen vor. Buddy Killen fragte den jungen Musiker, ob er nicht bei ihm anheuern wolle – er würde ihm 100 Dollar die Woche zahlen, dafür, daß er sich Demo-Tapes nach brauchbaren Songs durchsuchen solle. Gleichzeitig begann Curly verstärkt selber Songs zu schreiben. Zu der Zeit bereits kam ihm die Idee zu seinem späteren Erfolgshit ‚My Elusive Dreams‘, aber zunächst kam er mit einem Song auf den Markt, der zunächst von Porter Wagoner gesungen wurde (1964) und der sich dann zu einem Country-Standart Song mauserte, der von fast allen bedeutenden Sängern gecovert wurde. Dieser Titel war: ‚Green, Green Grass of Home‘!
Doch zunächst wurden einige andere seiner Songs aufgenommen: Johnny Darrell hatte seinen ersten Hit im Jahr 1965 mit einem Song von Curly „As Long As The Wind Blowes“ und Charlie Rich hatte 1967 mit „Set Me Free“ einen guten Erfolg.

Einige seiner Songs hat er auch in Zusammenarbeit mit anderen Songwritern verfaßt – aber fast immer stammte zumindest die Idee für den Song von ihm!
Hier eine Auswahl der von ihm, entweder allein oder aber in Zusammenarbeit geschriebenen Songs: Tammy Wynette und David Houston brachten 1967 einen Number One Song, den Curly zusammen mit Billy Sherryll geschrieben hatte: „My Elusive Dreams“!So oder ähnlich sollte es die nächsten 2o Jahre weiter gehen.
„Green, Green Grass of Home“ (Putman)
„My Elusive Dreams“ (Putman, Billy Sherrill)
„Dumb Blonde“ (Putman) – für Dolly Parton
„D-I-V-O-R-C-E“ (Putman, Bobby Braddock)
„He Stopped Loving Her Today“ (Putman, Bobby Braddock) ein Superhit für George  Jones
„Let’s Keep It That Way“ (Putman, Rafe Vanhoy)
„I Wish That I Could Hurt That Way Again“ (Putman, Rafe Vanhoy, Don Cook)
„Blood Red and Going Down“ (Putman)
„Do You Wanna Go to Heaven“ (Putman, Bucky Jones)
„Smooth Sailing“ (Putman, Sonny Throckmorton)
„Set Me Free“ (Putman, Marvin Walters)
„It’s a Cheating Situation“ (Putman, Sonny Throckmorton)
„It Don’t Feel Like Sinnin‘ To Me“ (Putman, Mike Kosser)
„Couldn’t Love Have Picked A Better Place To Die“ (Curly Putman, Bucky Jones)
Das sind nur einige seiner bekanntesten Songs, die von vielen Künstlern gecovert wurden und die um die Welt gingen.
Auch Curly Putman nahm weiterhin selber Songs auf, aber die wohl größeren Erfolge hatte er als Songwriter zu verzeichnen.
Das zeigt sich auch darin, da? er bereits 1976 in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen wurde.

Soviel zu Curly Putman   —   leider ist er nicht der Einzige, um den wir trauern: Leon Russel (74) starb vollkommen überraschend am letzten Sonntag (13.11.16) in Nashville im Schlaf! Eine genaue Todesursache wurde (noch) nicht bekannt gegeben.
Leonhard Cohen – eine weitere Größe aus dem Musicbuisiness starb auch in der vergangenen Woche, er wurde nur 82 Jahre alt und verließ uns am Montag, den07.11.2016
Mögen sie alle drei in Frieden Ruhen! Auch, wenn sie nicht mehr unter uns weilen, ihre Musik bleibt uns erhalten und wird uns immer an sie erinnern!
Dieter Mühlena

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