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MERLE HAGGARD 8. Teil

By Muehlena — Oktober 06, 2017

Da waren einmal die ständigen Streitereien mit Leona, die dann ja auch 1985 zur Scheidung führten,

aber ein ganz besonderer Schicksalsschlag traf ihn härter als hart
— seine Mutter Flossie, an der er — seit er erkannt hatte, dass sie alles für ihn getan hatte,
was sie nur tun konnte – er wirklich sehr hing, verstarb 1984
und Merle konnte gar nicht darüber hinweg kommen.

Er fühlte sich ausgebrannt und leer und griff zu Mitteln um seinen Schmerz zu betäuben –
und das waren nicht gerade legale Mittel! Ein paar Jahre zuvor hatte Merle das ja erkannt,
was er ihr zu verdanken hatte
und hatte ihr mit dem folgenden Song nicht nur ein großes Dankeschön gesagt,
sondern ihr gewissermaßen damit ein ‚Denkmal‘ gesetzt!

 

Mama Tried
Merle Haggard

[Verse 1]

D          G             D                G
First thing I remember knowin‘ was a lonesome whistle blowin‘
D                   G             A7
And a young-on’s dream of growing up to ride
D                     G         D                 G
On a freight train leaving town, not knowing where I’m bound
D                   A7             D
And no one could change my mind, but Mama tried

D          G             D                G
One and only rebel child, from a family meek and mild
D                   G             A7
Mama seemed to know what lay in store
D                     G         D                 G
‚Spite of all my Sunday learnin‘, toward the bad I kept on turnin‘
D                   A7             D
‚Til Mama couldn’t hold me anymore

[Chorus]

D                                       G              D
And I turned twenty-one in prison doing life without parole
Bm                                            A7
No one could steer me right, but Mama tried, Mama tried
D                                 G             D
Mama tried to raise me better, but her pleading I denied,
A7                 D
that leaves only me to blame, ‚cause Mama tried

[Verse 2]

D          G             D                G
Dear old Daddy rest his soul, he left my mom a heavy load
D                   G             A7
She tried so very hard to fill his shoes
D          G             D                G
Working hours without rest, she wanted me to have the best
D                   A7             D
She tried to raise me right, but I refused

[Chorus]

D                                       G              D
And I turned twenty-one in prison doing life without parole
Bm                                             A7
No one could steer me right, but Mama tried, Mama tried
D                                 G             D
Mama tried to raise me better, but her pleading I denied,
A7                 D
that leaves only me to blame, ‚cause Mama tried

Der nächste Tiefschlag in seinem Leben war dann die Scheidung (die ich ja etwas früher schon angedeutet hatte).
In seiner Wut redete er sich ein, das eine “kleine Sängerin“ es wagte, ihn zu verlassen, ihn, den großen Star,
der sie ja erst zu dem gemacht hatte, was sie jetzt war. Seine Wut auf Leona übertraf fast sogar seine Trauer,
aber, was er sich da einredete, war ja nicht ganz die Realität.
Später hat er sogar einmal ganz abfällig gesagt: „die Frau, die sich einbildete, sie könne singen“.

Damit tat er Leona Unrecht und das wußte er auch. Denn Leona hatte ja schon eine , wenn auch nicht so große Karriere gehabt
bevor er sie quasi als ‘Ersatz‘ für Bonnie Owens geholt hatte.
(Immerhin hatte Merle sie ja danach „ausgesucht“ weil er von ihrer Stimme, die er im Radio gehört hatte, begeistert gewesen war!).
Und Leona war ja nun nicht nur Sängerin, sie war ja auch eine gute Songwriterin.
Aber der nächste Schicksalsschlag wartete schon — sein bester Freund James Talley starb 1986.
Merle kannte James noch aus der Jugendzeit, später hatte James zusammen mit Fuzzy Owen das ‚Talley‘ Label gegründet,
auf dem die ersten Platten von Merle aufgenommen wurden.

Er suchte Trost und Vergessen – eine langjährige Freundin versuchte ihm zu helfen.
Wie er dann auf die Idee kam, sie zu heiraten – wußte er später nicht mehr zu beantworten –
sie sagte ihm, daß das eine verrückte Idee sei – willigte aber ein.

Später mal danach gefragt, wie lange sie verheiratet waren, sagten Merle – eine Stunde und Debbie Parret meinte einen Tag.
In Wirklichkeit aber waren sie 7 Jahre lang verheiratet.

Soviel zu Ehefrau Nr. 4. Die Beiden blieben aber auch nach der Scheidung (1991) gute Freunde.
Sie spielte später, als Merle bereits mit Theresa verheiratet war, sogar den Babysitter.

Von der ersten Ehefrau hörte Merle nach der Scheidung nichts mehr, obwohl er mit ihr ja die vier Kinder – Dana, Marty, Kelli und Noel   – hatte.

Mit Ehefrau 2 – Bonnie Owens war er bis zu ihrem Tod am 24.04.2006 befreundet.
Ehefrau No. 3 (so nennt er sie später nur noch!) in seiner zweiten Biographie:
Merle HaggardSing Me Back Home – My Life, with Peggy Russell) war er von 1978 bis 1983 verheiratet.
Auf sie, Leona, hatte Merle einen Hass entwickelt, der bis zu seinem Tod andauerte.
Es folgte dann die 7jährige ‚Ehe‘ mit Debbie Parret von 1985 – 1991.
Diese drei Ehen blieben Kinderlos.
Am 11. Sept.1993 heiratete Merle dann seine 5. Ehefrau Theresa Ann Lane, mit der er zwei Kinder: Jenessa und Ben
der später in seiner Band als Gitarrist arbeiten sollte – hatte und die im April 2016 seine Witwe wurde.

Im Jahr 2004 traf Merle nach einem Konzert einen Truckdriver und Gelegenheitsmusiker,
der sich Scott Haggard nannte und behauptete ein Sohn Merle´s aus einer flüchtigen Bekanntschaft im Jahr 1968 zu sein.
Ein (angeblicher ?)  DNA Test bescheinigte zwar die Vaterschaft, aber Merle und Merle´s Familie haben bis zu seinem Tod
die Echtheit dieser Behauptung weder bestätigt, noch ihr widersprochen.

Merle wurde in einem Interview mal befragt, wie es mit Drogen bei ihm ausgesehen hätte.
Daraufhin soll er gesagt haben, daß er mit 41 Jahren – das wäre also 1978 das Jahr in dem er Leona Williams geheiratet hat –
mit dem Rauchen von Marihuana begonnen hätte.

Im Jahr 1983 ( nach der Scheidung ) hätte er für $ 2.000 Kokain gekauft und sich in eine Party, die 5 Monate dauerte, gestürzt.
Danach hätte er damit Schluß gemacht, aber noch bis 1995 Marihuana geraucht, nachdem er die Zigaretten bereits 1991 aus seinem Leben verbannte.

Das war ein kleiner ‚Ausflug‘ zu diesem Thema, doch, ob sich das genau so abgespielt hat? Nun, es könnte ja wirklich so gewesen sein.
Fortsetzung folgt (ich hoffe diesmal dauert es nicht so lange).
Dieter Mühlena

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