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Ann Pascoe

Neuseelands ganzer Stolz! Beste Country-Sängerin 2009 Neuseelands

Man sagt, Ann Pascoe sei derzeit die beste Country-Sängerin Neuseelands. Auf jeden Fall ist sie ein echtes „Country-Mädel“, geboren auf einer Farm für Schafzucht. Nach ihrer Heirat lernte sie, Kühe zu melken und nebenbei zog sie mit ihrem Mann Ross fünf Kinder groß.

Am liebsten hörte sie Merle Haggard, die Statler Brothers und Hoyt Axton zu. Die Texte gefielen ihr. Und weil sie selbst gern Texte und Gedichte schrieb – ganz einfache Verse -, war es ganz natürlich, dass sie vor ein paar Jahren damit anfing, selbst Texte für Country-Songs zu schreiben. Klavierspielen lernte sie schon in der Schule. Und so konnte sie ihre Texte auf dem großen digitalen Keyboard mit vielen Klangvariationen vertonen.

„Ich habe angefangen, Songs zu schreiben und habe jemanden gesucht, der das dann singt. Aber keiner wollte das machen. Dann habe ich mir gedacht, ich muss das eben selbst machen,“ sagt sie. In der Zeitung fand sie einen Artikel über einen Kurs, der hieß „Entdecke das Potential deiner Stimme“. Monatelang traute sie sich nicht, dort anzurufen. Und dann holte sie ganz tief Luft – was sie später noch richtig lernte -, rief endlich die Telefonnummer für den Gesangsunterricht an. Nach der Grundausbildung für Gesang wandte sie sich der Country-Musik zu.

„Meine Gesangslehrerin war ungefähr so alt wie ich. Und sie hatte nichts dagegen, dass ich lernen wollte, meine eigenen Songs zu singen. Ich fand das toll!“ sagt Ann.

Im September 2001 trat sie zum ersten Mal öffentlich auf, live zusammen mit einer Band in einem Country-Club. Und seitdem gab es kein Zurück mehr.

In einem Zeitungsinterview wurde Ann’s Musik wie folgt beschrieben: „Sie hat eine große Leidenschaft für Musik, und es ist ihr unverständlich, dass die Mainstream-Radiosender und auch die Öffentlichkeit in Neuseeland so wenig Interesse an Country-Musik haben und diese auch wenig unterstützen. Wenn von Country-Musik die Rede ist, dann denken viele nur an Scheune und Heu. Pascoe denkt, dieses Image sollte abgebaut werden und die Musik selbst sollte in den Vordergrund rücken. „Ich würde gern mal 20 Minuten dieser Rap-Musik zuhören, wenn die Radiosender dafür auch Country-Musik spielen würden,“ sagt sie. Und man glaubt ihr, dass sie das ernst meint.

„Als hätte die Country-Musik eine Art Brandmal (in Neuseeland wenigstens) und deshalb wollen die Mainstream-Radios das einfach nicht anfassen. Dabei gibt es davon eine Menge. Warum spielen die das nicht in den Radios? Meiner Meinung nach sollten wir das Image verbessern und dieser Art von Musik auch Respekt und Aufmerksamkeit zukommen lassen. Country-Musik wird einfach nicht ernst genommen – und das ist eine Schande. Vielleicht können wir das endlich einmal ändern.“

Was der Musikerin Pascoe an Country-Musik so gefällt ist, dass es langsamer gespielt wird und man so schön Geschichten erzählen kann. Es gibt so viele verschiedene Arten von Country-Musik einschließlich Country-Rock/Pop. Künstlern wie Shania Twain und auch Taylor Swift ist es zu verdanken, dass diese Musik in der Öffentlichkeit so populär geworden ist. Pascoe ist sich nicht ganz sicher, ob Twain und Taylor der reinen Country-Musik zuzuordnen sind. Sie gibt aber zu, dass es sich bei Country-Rock um tolle Musik handelt, die mit der Zeit geht. Wenn das auch die Öffentlichkeit in Neuseeland so sehen und auf Country-Musik mehr Wert legen würde.

Als Moderatorin bei The Little Country Radio (107 FM bei Neuseelands Country Music Network Ltd.) hat sie sehr viel mit Country-Musik zu tun. Das Sendestudio Stratford ist eines der acht Radiostationen und die Sendestation liegt in der Taranaki Backpackers Lodge. Dort wird 24 Stunden pro Tag Country-Musik gespielt, von einheimischen Künstlern bis zu Künstlern aus USA, Kanada, Deutschland, Dänemark und Japan. Jede Woche landen mindestens sechs bis zehn CDs von Indie-Künstlern aus aller Welt in ihrem Postfach mit der Bitte um Aufnahme in ihre Sendungen. „Da höre ich richtig gute Musik.“

Seit ihrem Debüt hat sie sieben Alben veröffentlicht. Das letzte ist ein Sampler-Album ihrer erfolgreichsten Songs, auf dem auch zwei neue Lieder drauf sind. Dieses Album kam im Jahre 2008 heraus. Im gleichen Jahr bringt sie auch das Album „Country Sunshine“ mit Cover-Songs heraus. Der Titel-Song ist der von Dotty West.

2007 nahm sie „Somewhere Between Memories & Dreams” auf. Vier der 13 Songs stammen aus ihrer Feder, der Rest einschließlich des Titel-Songs wurde von Glenn Erickson, einem amerikanischen Sänger/Songwriter, geschrieben.

Das Album „I’m Doing Fine“ aus 2006 erhielt tolle Kritiken und wurde weltweit gespielt. Darauf sind auch die beiden Duetts mit Dennis Marsh.

2005 erschien ihr drittes Album „On the Menu“ mit ihrem eigenen Titel-Song mit einer äußerst erfolgreichen Platzierung in den ausländischen Country-Musik-Charts: im September 2005 auf Platz Nr. 5 bei ECMA Top 100 und im Dezember 2005 nach 15 Wochen in den Charts immer noch auf Platz 61.

Für das Album „Misty Morning Memories“ aus 2004 schrieb Roy G. Ownbey neun der Songs. Damit gelang ihr die Verbindung zu Song Cellar und Jackie Cook aus Nashville, der perfekte Rückhalt für den Bereich der Country-Musik. Song Cellar arrangierte 22 Songs bisher für ihre Aufnahmen und sie sagt selbst, man habe sie nie enttäuscht. „Love is Where You Leave Your Heart“ (Roy G. Ownbey) vom Album MISTY MORNING MEMORIES erreichte Platz 4 der Charts und stand 20 Wochen lang in den Top 100.

Zuletzt stand sie im Januar 2010 zusammen mit dem deutschen Sänger Hermann Lammers-Meyer im Aufnahmestudio und nahm mit ihm gemeinsam drei Songs auf. „Foggy Mountain Top“ wurde im März 2010 bei Hillcrest veröffentlicht.

Sie ist inzwischen als unabhängige Künstlerin auf den weltweiten Country-Playlists und den Charts zu finden, oftmals unter den Top Five der ECMA-Charts Top 100. Kanadas Hillcrest-Label verdankt sie, wie sie sagt, diesen Erfolg bei den weltweiten Radios der Country-Musik. „Es ist schon toll, von Radiostationen in Malta, Schweden, Dänemark, Japan, Irland, Schottland, Frankreich und sogar den isländischen Inseln gespielt zu werden“, gibt sie zu. Aber auch DJs aus Kanada, Australien und Großbritannien unterstützen sie. Natürlich auch die aus Neuseeland.

In den vergangenen Jahren war sie immer wieder bei Konzerttouren anderer Künstler dabei, hat mit ihrer eigenen Band OLDDOGS an Festivals und Shows in Neuseeland teilgenommen.

Und dann kam der Höhepunkt: Sie war unter den letzten drei Teilnehmerinnen und gewann den Titel als beste Country-Sängerin 2009 Neuseelands – ein absoluter Meilenstein in der Karriere dieser Country-Sängerin aus Neuseeland!

Kritiker behaupten, wer Patsy Cline mag wird auch Ann Pascoe’s Musik mögen. Weil sie diese solide traditionelle Country-Musik singt und dazu diesen fehlerfreien Nashville-Sound im Hintergrund hat.

Eure Lieblingssongs sind auf den beiden letzten Alben „The Best of Ann Pascoe“ und „Country Sunshine“!

http://countrytouchnewzealand.homestead.com/

Quelle: Annie’s Mail an CountryPat
© CountryPat

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