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Gene Pitney

von Burkhard „Börks“ Bogenschneider

Gene Francis Alan Pitney wird am 17. Februar 1941 in Hartford, Connecticut geboren! Seine Jugend allerdings verbringt er in Rockville. An der dortigen Highschool gründet er seine Gruppe Gen & The Genials. Nach Verlassen der Highschool zieht es ihn nach New York, wo das Brill Building unter Burt Bacharach beheimatet war. Auch Teenstar Connie Francis machte bei „Brillcreeme“ presents ihre „Sing Along-LP…“ Bei Decca Records probieren Gene Pitney und Ginny Arnell einige Titel als Gesangsduo (Jamie & Jane), bevor er mit dem Autorengespann Bacharach/David richtig zusammenarbeitet! Die erste Chart Platzierung gelang darauf 1961 mit „(I Wanna) Love My Life Away“, und erreicht Position 39 der US-Charts! Unter der Einflussnahme von Phil Spector bringt er den Titel „Town of Pity“ (Stadt ohne Mitleid) heraus, Kirk Douglas spielte in der gleichnamigen Verfilmung die Hauptrolle! Durch die gleichnamige Verfilmung erreicht der Titel zwar die britischen Charts, die US-Charts jedoch nicht.

Film/Song wurden dennoch mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet und gar für den Oscar nominiert.

Pitney’s Stärke war mehr oder weniger dass schreiben großartiger Stücke, die er auch mehr als Spaß an der Musik verstand, anstelle selbst zu glänzen.

Gleichsam begann er Hits für andere Interpreten zu schreiben, wie „Today’s Teardrops“ für Roy Orbison und den Welthit „Hello Mary Lou“ für Ricky Nelson, bei uns auch noch von den kleinen Dänengespann Jan & Kjeld verdeutscht wurde; für Bobby Vee das bekannte „Rubber Ball“ oder für die Ronnie Spector-Truppe The Crystals, das bekannte „He’s A Rebel…“

In den frühen 60ern hatte Pitney eine ganze Reihe von Hits, konnte aber in den USA gegen die so genannte „Britische Invasion“ nur schwer bestehen! Um so erstaunlicher, dass er in England und dem europäischen Gestaden erfolgreich war. Und die britische Popwelt umgab sich gerne mit den Originalen US-Größen, hing den Briten doch in dieser Zeit zusehr, der Hang des „Abkupferns“ in der Popwelt an. Wer also auf sich hielt, hielt sich an die US Größen. Dusty Springfield oder Alma Cogan und selbst die Rolling Stones nutzten die Popularität Gene Pitneys in England.

Auch in Frankreich und Italien war er gerne gesehen. Beim San-Remo-Festival 1966 belegte er den 2. Platz mit „Nessuno mi puo giudicare“ und davon verkauften sich alleine schon in Italien eine halbe Million Platten.

Doch ein Jahr vorher passiert folgendes: „Eine der großen amerikanischen Country Legenden wechselt die Plattenfirma – und genau dorthin, wo Gene Pitney schon unter Vertrag stand. Und somit wurde die Welt der Countrymusik Mitte der 60er Jahre unmerklich sein Metier, auch wenn die Medienwelt dieses nie so richtig bemerkte. Und da gab es einen wirklichen Hero, von dem Elvis Presley einmal sagte: „er würde gerne so singen können wie George Jones…“ Ob Gene Pitney sich in den 60er Jahren an diesen Ausspruch vielleicht erinnerte? Als George Jones Mitte der 60er Jahre United Artist verließ und zu „Musicor“ wechselte, ergab sich die fantastische Gelegenheit für das Label, beide Musiker zum Duett zu bewegen! Wenig später erschienen 2 Platten auf dem Markt, und die Country Gemeinde schien damals ziemlich verblüfft, dass diese beiden ungleichen Typen urplötzlich mit der weltweiten bekannten Elvis-Begleitgruppe: „Jordanaires“ veröffentlicht wurden! Es entstanden hochkarätige Duettaufnahmen, u.a. auch mit Melba Montgomery, eingespielt in Nashville, Tennessee!

Titel: „It’s Country Time Again“ und das was als Gene Pitney’s Hillbilly-Material bezeichnet wird: „The Countryside of Gene Pitney.“Auch CBS Records hat Singles und LP von Gene Pitney herausgebracht (siehe unter Bildmaterial/Discographie)

Die Amerikaner belächelten sein Organ mehr als schrilles „Grasshüpfergezirpe“ und weniger als Singstimme. Und manches mal klingt es für ungeübte Gehörgänge schon sehr hart, die Countrysongs von ihm zu lauschen.

Für meine Wenigkeit hat Gene Pitney, wenn auch nicht als der große Country Artist angesehen, dennoch schon irgendwo einen Platz in der Country Geschichte verdient!

Gegen Ende der 60er Jahre, probiert Gene Pitney noch mal so etwas wie ein Comeback und geht auf England Tournee. Sein letzter amerikanischer Hit hingegen war „She’s a Heartbreaker“ (1968), während sein letzter Erfolg in den britischen Charts „Something’s Gotten Hold of My Heart“ (1989) war. Es war eine Neuaufnahme seines Solohits von 1967, die er dieses mal im Duett mit Marc Almond einspielte! Dieser Titel wurde dann auch beim Mauerfall in unserem Lande von vielen Sendern hoch und runter geleiert.

Im Jahre 2002 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame gewählt!

Gene Pitney hatte am 4. April 2006 ein Konzert in der St. David’s Hall in Cardiff gegeben. Am nächsten Morgen fand man ihn tot im Hotel. Gene Pitney lag nach Angaben seines Tourmanagers James Kelly voll angekleidet auf seinem Bett und habe ausgesehen, als sei er friedlich eingeschlafen. Gene Pitney hinterlässt Frau und 3 Kinder!

Always Remember!

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