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Judy Lynn

12. April 1936 – 26. Mai 2010
Judy Lynn Voiten Kelly, Tochter von Carrie und (Bandleader) Joe Voiten, geb. am 12. April 1936, verstarb, wie mir erst jetzt bekannt wurde, bereits am 26. Mai diesen Jahres in Jeffersonville, Indiana, nach einer lang andauernden Herzdekompensation (Stauungsinsuffizienz) im Alter von 74 Jahren.

Aufgewachsen im ländlichen Idaho, interessierte sie sich bereits in jungen Jahren für die Musik (bedingt durch den Vater, der ein Vorbild für sie war), aber auch für das Reiten und zwar das Rodeo-Reiten. Im Lauf der Jahre lernte sie sich nicht nur perfekt auf dem Pferd zu halten, sondern auch, wie mit einer rope (Lasso) umzugehen ist.
Ihre ersten Auftritte als Sängerin hatte sie bereits im Alter von 10 Jahren. Sie wuchs zu einer blonden, blauäugigen Schönheit heran und wurde 1952 (mit 16 Jahren) ‘Queen of the Snake River Jamboree’ betitelt. Im Jahre darauf wurde sie zu America’s Champion Yodeler gekrönt. Sie nahm in ihrem Heimatstaat Idaho an einem Schönheitswettbewerb teil, den sie als Miss Idaho gewann. Daraufhin nahm sie automatisch an dem Wettbewerb zur Miss America (1955) teil, in dem sie Zweite wurde.
Sie ging zunächst zurück zum Snake River Jamboree, dann aber nach Nashville, wo sie bereits 1957 als Co-Moderatorin an der Grand Ole Opry tätig war.
Zur Opry kam sie durch einen Glücksfall, durch die Erkrankung von Jean Shepherd, die eigentlich mit anderen Mitgliedern der Opry auf Tournee gehen sollte.
Das Tournee-Aufgebot bestand aus: Ernest Tubb, Ferlin Husky, Red Foley, Jean Shepard und T. Texas Tyler. Kurz nach Beginn der Tournee erkrankte Jean. Der Tourmanager Jack Kelly hatte Judy kurz zuvor bei einem Konzert in Boise gehört, bei dem sie zusammen mit Webb Pierce und Slim Whitman aufgetreten war.
Sie sprang ein und war so erfolgreich, daß sie als Mitglied der Opry nach der Tournee aufgenommen wurde. Auf dieser Tournee lernte sie dann Jack Kelly richtig kennen,  der dann ihr Manager wurde und später auch ihr Ehemann.
Er war es, der sie kräftig unterstützte, ihre eigene TV-Show (The  Judy Lynn Show) zu gestalten, nachdem sie zuvor als Gaststar in den Shows von Jimmie Dean ihre Erfahrungen gesammelt hatte.
In den 60er Jahren kam ihre große Zeit. Hatte sie zunächst – 1957 – mit ABC-Paramount Records einen Schallplatten-Vertrag geschlossen, hatte sie dort aber keinen großen Erfolg, obwohl Billboard sie gegen Ende 1957 als Most Promising Female Country Singer bezeichnete.
Erst, als sie 1962 zu United Artists Records wechselte, stellten sich Erfolge ein. Mit Pappy Dailey als Produzent kommt ihr Song ‘Footsteps of a Fool’ unter die Top Ten. Zwei weitere von ihr selbst geschriebene Songs ‘My Secret‘ (1963) und ‘My Fathers House‘, die beide zu mittleren Hits wurden. Insgesamt nahm Judy Lynn mehr als ein Dutzend Alben auf und diverse Singles. Darüber hinaus war sie bekannt für ihre extravaganten, schillernden Bühnenkostüme – was für diese Zeit noch ziemlich ungewöhnlich war, vor allem für eine Frau.
Bekannt wurde sie aber auch durch ihre unermüdlichen Übersee-Tourneen im Rahmen der Truppenbetreuung (USO – Tours). Ende der 60er Jahre war sie die Attraktion im ‘The Golden Nugget Saloon‘ in Las Vegas, später auch im ‘Caesar´s Palace‘. Sie wurde in der Nähe von Las Vegas seßhaft, wo sie eine Farm erwarb. Die ganze Zeit über aber war sie auch auf Tourneen in den USA. Mit vielen anderen zu dieser Zeit berühmten Künstlern stand sie gemeinsam auf der Bühne, darunter: Eddy Arnold, Red Foley, Elvis Presley, Rex Allen, Eddie Fisher, Gene Autry, Ferlin Husky und Andere Topstars ihrer Zeit.
Im Jahr 1966 wechselte sie zu der Plattenfirma Musicor Records und sie trat zu dieser Zeit auch in Reno und in Lake Tahoe auf.
Es war 1969, als sie nochmal das Label wechselte, der Produzent Frank Jones holte sie zu Columbia Records. Zwei Jahre später hatte sie dann mit dem von Alex Harvey geschriebenem Song ‘Married To A Memory‘ auf dem independent Label Amaret Records einen Hiterfolg. Ihre letzte Single erschien 1975 auf Warner Brother´s Rekord, der Titel war ‘Padre‘.
Was dann geschah, hatte keiner vorausgesehen. Im Jahr 1980 beendete sie abrupt ihre Karriere und wurde ordinierte Pfarrerin. In dieser Eigenschaft bereiste sie nicht nur die USA. Zeitgleich gab sie die Farm in der Nähe von Las Vegas auf, um in Broken Bow, Oklahoma eine Farm zu erwerben, auf der sie einige Pferde und Hunde, aber auch Katzen hatte.
Diese Farm war eine ganze Zeit in ihrem Eigentum, bis sie sich entschloß, die Farm aufzugeben und in ein Haus in Jeffersonville, Indiana zu ziehen. Dort verlebte sie ihre Zeit bis zu ihrem Tod, sofern sie nicht in irgendeiner Kirche, sei es in den USA oder sonstwo in der Welt war, als Reverand Judy Lynn Kelly für die Christ Gospel Church von Jeffersonville tätig war.
In den letzten Jahren mußte sie mehrere Schicksalsschläge hinnehmen. Zuerst starben ihre Eltern Joe und Carrie Voiton, dann ihre Schwester Jo Ann Campbell und dann auch noch ihr Ehemann John Kelly.
Ihre letzten Jahre verbrachte sie, von der Krankheit gezeichnet, in ihrem Haus in Jeffersonville, wo sie am 26. Mai verstarb. Überlebt wird sie von ihrer Tochter Barbara Jean Zumbo, Las Vegas, Nev.; 13 Enkel: Mike Kelly of Floyds Knobs, Dennis Kelly of Charlestown, Caroline Weatherly of Forney, Texas, Kent Mitchell of Georgetown, Chris Kelly of Sellersburg, Jill Lehman of New Albany, Kay Cook of Syracuse, Utah, Kevin Mitchell of Illinois, John D. Mitchell of Corydon, Mark Mitchell of Phoenix, Ariz., Robert Mitchell of Georgetown, Linda Mitchell of Coventry, R.I., and Kerry Henry of Vancouver, Wash.; Urenkel: Trent Joseph Kelly of New Albany; und Neffen: Bryan Campbell of Ogden, Utah, und Doug Campbell of Prescott, Ariz..
Dieter Mühlena

Discographie

Alben:

1962 Judy Lynn at the Golden Nugget — United Artists

1963 Here Is Our Girl —

1964 America’s Number One Most Promising

1964 Country and Western Girl Singer —

1964 A King & Two Queens

(with George Jones and Melba Montgomery) —

1965 The Judy Lynn Show 14

1965 The Judy Lynn Show, Act 2 —

1966 The Best of Judy Lynn —

1966 The Judy Lynn Show Plays Again — Musicor

1967 Honey Stuff —

1967 Golden Nuggets —

1969 Judy Lynn Sings at Caesar’s Palace — Columbia

1971 Parts of Love — Amaret

1973 Naturally —

1975 Judy Lynn Sings Her Most Requested Songs — Sunset

 

Singles:

Year Single,   Chart[2],   Album

1952 „Riverboat Rag“ — singles only

1952 „Pretty Bride“ —

1952 „I Cried for You“ —

1952 „Baby Come Home“ —

1952 „Do, Baby, Do“ —

1953 „Satin Pillows“ —

1953 „Alexander’s Ragtime Band“ (with Alan Dale) —

1953 „Tinsel and Joy“ (with Alan Dale) —

1956 „I Slipped Off My Wedding Ring“ —

1958 „See If I Care“ —

1961 „Count Up to Ten Little Heart“ —

1962 „Footsteps of a Fool“ 7 Judy Lynn at the Golden Nugget

1962 „My Secret“ 29

1963 „My Father’s Voice“ 16

1963 „Oh, Why Can’t He Forget Her“ — Here Is Our Girl

1963 „I Make Excuses“ —

1964 „My Tears Are on the Roses“ — America’s Number One Most Promising

Country and Western Girl Singer

1964 „I’m Making Plans“ — single only

1965 „Antique in My Closet“ — America’s Number One Most Promising

Country and Western Girl Singer

1965 „The Letter“ —

1965 „Hello Mister D.J.“ — The Best of Judy Lynn

1966 „Golden Nugget“ — The Judy Lynn Show Plays Again

1966 „That Was in the Deal“ (with Benny Barnes) —

1966 „Moment of Silence“ —

1966 „Do I Look Like I Got?“ — single only

1967 „Little Shoes“ — Golden Nuggets

1967 „Lost My Wings Last Night“ — singles only

1967 „Lonely Came to Visit“ —

1967 „On Smoke, Not Fire“ — Golden Nuggets

1967 „Evil on Your Mind“ — singles only

1968 „Cheatin‘ Traces“ (with Benny Barnes) —

1968  „Green Paper“ —

1968 „Our Little Man“ (with Melba Montgomery) —

1968 „Bring the Woman Out in Me“ —

1969 „Bull by the Tail“ —

1969 „America, the Beautiful“ — Judy Lynn Sings at Caesar’s Palace

Wer nach Musik von Judy Lynn sucht, kann hier pfündig werden:
http://www.musicstack.com/records-cds/judy+lynn

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