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Tommy Collins

Ein halbes Jahr vor seinem 70sten Geburtstag starb der als
LEONARD RAYMOND SIPES
28.09.1930 – 14.03.2000
geborene „Tommy Collins“ an den Folgen eines Lungenödems.

Bereits zu seinen Lebzeiten setzte ihm sein Freund MERLE HAGGARD mit seinem Song „LEONARD“ ein ewiges Denkmal! Tommy Collins war einer der Ersten, die die Bedeutung Bakersfields für die Country-Music Anfang der 50iger Jahre mit begründete!

Noch während seines College Studiums, das er in der Nähe von Oklahoma City absolvierte, begann er als DJ und Performer beim Sender KLPR. Danach war er noch bei den Sendern KOCY, KBYE und WKY tätig. Bereits 1951 nahm er seine ersten Songs beim kleinen Morgan Label in Fresno in Kalifornien auf.

Nachdem er mit der damals knapp 15jährigen Wanda Jackson und ihrer Familie dort Ferien verbracht hatte, siedelte er sich 1952 in Bakersfield an. Schnell befreundete er sich mit einem jungen Plattenstar und DJ mit dem Namen Terry Preston, der wenig später den Künstlernamen Ferlin Husky annahm. Dieser war es auch, der Leonard zu seinem Künstlernamen verhalf. Bei einer Plattensession wollte einer der mitwirkenden Musiker einen „Tom Collins“ (Cocktail auf Gin-Basis) und somit hatte Leonard, der ihm den Drink brachte, „seinen Namen weg“!

Bereits ein Jahr später, also 1953, hatte Tommy Collins einen Vertrag als Songwriter bei Cliffie Stone´s Central Songs und nahm Platten für Capitol Records auf. Bei seiner ersten Plattensession spielte Ferlin Husky die Guitarre. Ab der 2. Session – bis in´s Jahr 1957 hinein – spielte Buck Owens die Leadguitar für Tommy Collins.

Collins schaffte es „quasi auf Anhieb“ mit seinen Songs „YOU BETTER NOT DO THAT“ (500.000 verkaufte Exemplare) , „WHATCHA GONNA DO NOW“ , „UNITED“ und „IT TICKLES“ in die Top Ten zu kommen. Mit diesen Songs, bzw. dem Sound, wurde gewissermaßen der „Bakerfield – Sound“ geschaffen.

Bereits 1956 trat eine Wende in seinem Leben ein – ein plötzlicher, starker Hang zur Religiosität. Er schreibt sich 1957 beim Golden Gate Theological Seminary“ in Berkley, Kalifornien ein.

Es dauerte einige Jahre, aber dann begann er doch das „Songwriting“ zu vermissen. Nachdem er Merle Haggards Hit Song „SING A SAD SONG“ (1963/64) im Radio gehört hatte, suchte er seine Bekanntschaft.

Die Beiden freundeten sich beim Fischen am Kern River an und arbeiteten auch gemeinsam bei gegenseitigen Sessions. Tommy Collins Songs gefielen Merle und so nahm er 1964 „SAM HILL“ und in den folgenden Jahren viele seiner Songs, wie z.B. „CAROLYN“ , „THE ROOTS OF MY RAISING“, „HIGH ON A HILLTOP“, „FOOL´S CASTLE“ u.A. auf.

Tommy Collins nahm ab 1966 wieder Platten, diesmal für Columbia auf und hatte u.A. mit „IF YOU CAN´T BITE, DON´T CROWL“, BIRMINGHAM“ (67), „I MADE THE PRISON BAND“ (68), mit mittleren chart – Positionen als Sänger auch Erfolg. 1972 nimmt er für Starday ein Album auf und 1976 siedelt er nach Nashville über.

Zwar wurde es um ihn als Sänger wieder still, doch seine Songs wurden immer wieder auch von anderen Sängern aufgenommen.

So hatte z.B. 1988 George Strait einen #1 Hit mit dem Tommy Collins Song „IF YOU AIN´T LOVIN´(YOU AIN´T LIVIN´)“, den 1954 schon Faron Young erfolgreich interpretiert hatte.

 Tommy Collins

ist für immer von uns gegangen,

doch seine Songs werden immer weiterleben und uns an ihn erinnern.

Discographie:

Words & Music Country Style – Capitol T 776

Light Of The Lord – Capitol T 1125

This Is Tommy Collins – Capitol T 1196

Songs I Love To Sing – Capitol T 1436

Let´s Live A Little – Tower DT 5021

Shindig – Tower DT 5107

Dynamic – Columbia CL 2510

On Tour – Columbia CL 9578

Callin´ – Starday SLP 474

I Guess I´m Crazy – Country Classic Library CCL 1117

Leider sind die LP´s von Tommy Collins heute nicht mehr erhältlich, erhältlich dagegen ist: Leonard  – Bear Family Records 5 CD + 36 Page Book BCD 15577

Ob noch weitere CD´s evtl. in USA erhältlich sind, entzieht sich meiner momentanen Kenntnis.

Möglich, dass jetzt, nach seinem Tod, wieder Material am Markt erscheinen wird.

Dieter Mühlena

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